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Online-Veranstaltung (ca. 45 Min. Vortrag/ 30 Min. Fragerunde)
Der Konsum von Alkohol ist in unserer Gesellschaft tief verwurzelt und gilt oft als Ausdruck von Geselligkeit und Entspannung. Aus suchtmedizinischer Sicht verläuft die Grenze zwischen risikoarmem Genuss, riskantem Konsum und einer Abhängigkeit jedoch fließend. Auf neurobiologischer Ebene zeigt sich, wie regelmäßiger Konsum schleichend die Belohnungs- und Kontrollzentren im Gehirn verändert und so den Übergang in den Kontrollverlust begünstigt.
Die Suchtmedizin betrachtet Alkoholabhängigkeit als eine komplexe, oft chronische Erkrankung, bei der genetische Faktoren, psychische Belastungen und soziale Einflüsse zusammenwirken. Neben den akuten und langfristigen körperlichen Folgeschäden stehen heute vor allem die Mechanismen der Suchtentstehung sowie die gesellschaftliche Verharmlosung des Konsums im Fokus der Wissenschaft. Moderne Behandlungs- und Interventionskonzepte setzen daher nicht erst bei schwerwiegenden Abhängigkeiten an, sondern fokussieren auch die frühzeitige Risikominimierung und differenzierte psychotherapeutische und medikamentöse Strategien, um Betroffenen den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Zum Livestream: Sie können ohne Anmeldung am Vortrag teilnehmen. Fragen können anschließend im Chat gestellt werden.